background
Bericht 17. Kampftag: WKG Pausa/Plauen II – RV Thalheim II (15.12.18)

Der Titel ist nicht mehr zu nehmen

Die zweite Mannschaft des Ringervereins Thalheim hat sich mit einem 14:14-Unentschieden über die WKG Pausa/Plauen II den Sachsenmeistertitel gesichert. Trotz dieses historischen Erfolgs blieb für die Drei-Tannen-Städter ein großer Wermutstropfen.

 
von Holger Hähnel
 
WEISCHLITZ – Das Finale um den Staffelsieg der Landesliga Sachsen hatte wohl alles an Dramatik, was ein solcher Endkampf benötigt. In den Ergebnissen der Einzelduelle ging es regelrecht hin und her und erst kurz vor Ende entschied drehte sich das Blatt endgültig zugunsten des RV Thalheim II. Das Unentschieden reicht, da der Vorsprung auf die Vogtländer nun einen Kampftag vor dem Saisonende zwei Punkte beträgt und man im direkten Vergleich besser dasteht. Für die Zwönitztaler ist es gleichzeitig der erste Landesmeister-Titel in dieser Form.
 

Wie die Feuerwehr legte Maximilian Kahnt (80 kg) los, dessen Vergleich vorgezogen wurde. Dem Pausaer André Becher ließ er nie eine echte Chance und gewann vorzeitig 15:0. Für Aufregung sorgte indes eine Szene gleich zu Beginn dieses Kampfes. Thalheims Betreuer Patrick Baumann bekam zunächst die gelbe, dann direkt die rote Karte von Schiedsrichter Frank Lenk (Aue) gezeigt. Als Ursache wurde im Protokoll "Beeinflussung des Kampfgerichts" und "unberechtigtes Betreten der Matte" vermerkt. "Für mich sehr übertrieben, zumal ich erst nach dem Abpfiff auf die Matte bin, um mit Max zu jubeln", verstand der Betroffene diese harte Strafe nicht so recht.

Im Anschluss setzte sich der RVT etwas ab, kam mit vorzeitigen Erfolgen von Niclas Eichhorn und Chris Schneider auf eine Führung von 12:4. Nun begann jedoch die Aufholjagd der Gastgeber, die zunächst Cedric Riedel (61 kg) mit einem überraschenden und wahrhaft krachenden Schultersieg von über Aaron Hähnel einläutete. Nachdem schließlich Peter Frank (86 kg) den Thalheimer Trainer Sven Zimmermann in letzter Sekunde noch zwei Mannschaftszähler abgeluchst hatte, stand es schon 10:12 aus Sicht der Vogtländer.

Eine hohe Bürde lastete auf Florian Pohl (66 kg), einen möglichst hohen Sieg gegen Jonas Valtin einzufahren. Die Beinattacken der beiden Freistilspezialisten wechselten sich ab und am Ende behielt Pohl mit 9:5 die Nase vorn. Das bedeutete zwei Mannschaftszähler, 14:10-Führung und der Titel war zu diesem Zeitpunkt schon im Kasten.

Es wäre nun also Gelegenheit zum Jubeln gewesen. Leider blieb ein großer Wermutstropfen aus dem Abschlussvergleich bis 75 Kilogramm. Hier war der bundesligaerfahrene Florian Frank (Plauen) im ständigen Vorwärtsgang gegen Elias Stürmer. Bei einem Wurfversuch des Vogtländers verletzte sich Elias Stürmer so schwer am Ellenbogen, dass er mehrere Minuten behandelt und schließlich ins Krankenhaus gebracht werden musste.

"Schade, so richtig nach Feiern war uns nach diesem Abschluss leider nicht zu Mute und wir können Elias nur eine schnelle Genesung wünschen. Über diese ganze Saison gesehen war es aber eine riesige Leistung, die diesen Erfolg möglich gemacht hat", konstatierte Sven Zimmermann.


Alle Einzelergebnisse sind unter diesem Link zu finden.

 
Holger Hähnel, 17.12.2018.

 


Zurück