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10. Wolfgang-Bohne-Gedächtnisturnier wird Erfolg (27.04.13)

Wolfgang Bohne wäre begeistert gewesen

Das 10. Turnier im Andenken an den Thalheimer Ringer-Trainer sah knapp 300 Teilnehmer in der Drei-Tannen-Stadt. Den großen Siegerpokal sicherten sich erneut die Gastgeber.


Siegerliste / Vereinswertung



THALHEIM - Es war wieder ein beeindruckendes und begeisternde Großereignis, das die Thalheimer Ringer am letzten Samstag im Sportpark auf die Beine gestellt hatte. Auch Wolfgang Bohne (1927 - 1986) wäre wohl begeistert gewesen, wenn er die 290 Mädchen und Jungen gesehen hätte, die aus insgesamt 40 Vereinen und vier Nationen ins Erzgebirge gekommen waren und gemeinsam mit Mattenfuchs "Siggi" zur Eröffnung aufliefen. Damit kratzte das Turnier an der "magischen" 300er-Marke. "Vielleicht können wir ja 2014 diese Zahl knacken", meinte Organisator und Mädchen-Trainer Frank Graube, der über den Verlauf des Wettkampfs nur überaus zufrieden sein konnte.

In der Gesamtwertung setzten sich wie im Vorjahr die Gastgeber (101 Punkte) durch, die mit ihren 28 Startern zudem das mit Abstand größte Aufgebot vorzuweisen hatten. Acht Titel waren zudem Rekord für den RV Thalheim. Auf den Rängen folgten Werdau (67) und der tschechische Klub Sokol Kladno (61). Der RV Eichenkranz Lugau gewann dreimal Gold und kam bei den Teams auf Rang acht. Über den Pokal für die längste Anreise durfte sich diesmal der TJ Dukla Trencin freuen. Die Slowaken, die mit sechs Sportlern im Zwönitztal waren, hatten bereits am Freitag die über 500 Kilometern hinter sich gebracht.

Einer der sportlichen Höhepunkte des Turniers entwickelte sich im Finale der 31-kg-Klasse der weiblichen Schüler. Sophie Krauß  vom RVT hatte sich souverän bis in den Endkampf durchgesetzt, wo mit Marie Suttner aus Jena ein echt harter Brocken wartete. Es wurde richtig laut an der Matte, denn hier standen sich zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente gegenüber. Die neunjährige Thalheimerin mit dem Spitznamen "Grizzly" kämpfte taktisch klug wie ein alter Hase. Gegen die Thüringerin hatte sie immer im richtigen Moment einen Angriff parat, so dass  der Punktsieg für unüberhörbaren Jubel sorgte. Für diese starke Leistung wurde Sophie zudem als "Beste Kämpferin" dieser Altersklasse ausgezeichnet. Als schlechte Verliererin präsentierte sich allerdings die Jenaerin, die zusammen mit ihren Geschwistern im Verlauf der Siegerehrung durch Unsportlichkeiten auffiel.

Vor allem für viele junge Thalheimer war es der erste Ringer-Wettkampf überhaupt. Ein erfolgreiches Debüt wurde es für Laura Legel, die gleich bis aufs oberste Treppchen kletterte und im Limit bis 27 Kilogramm die Goldmedaille gewann. Das erste Turnier war es auch für Justin Nagler, dessen Vater zur Eröffnung für die eine oder andere Träne sorgte. Er trat vor allen Teilnehmern und Besuchern ans Mikrofon und machte Justins überraschter Mutter einen - offenbar positiv angenommenen - Heiratsantrag.

Auch der beste Kampfrichter wurde geehrt. Diese Auszeichnung ging nach dem langen Samstag an Tomas Bilek aus dem tschechischen Jihlava. Ein Dank an dieser Stelle an alle Kampfrichter!

Holger Hähnel, 28.04.13

 

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