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14. Wolfgang-Bohne-Gedächtnisturnier (29.04.17)

RVT-Nachwuchs holt Pott zurück

Bei der 14. Auflage des Wolfgang-Bohne-Gedächtnisturniers für Nachwuchs-Ringerinnen und -Ringer ist der gastgebende RV Thalheim stärkstes Team geworden. Lob gab es von allen Seiten für eine einmal mehr sehr gute Organisation.


Siegerlisten | Vereinswertung (pdf)

von Michael Thriemer
 
THALHEIM – Mit 28 Starterinnen und Startern stellten die Drei-Tannen-Städter im Sportpark erwartungsgemäß das stärkste Kontingent und sammelten somit auch viele Punkte für die Gesamtwertung, bei der am Ende ein deutlicher Vorsprung vor dem schon fast traditionell anreisenden SV Luftfahrt Ringen Berlin zu Buche stand. Deren Presseverantwortliche Anja Herzog, Sohnemann Colin gewann das Limit bis 54 Kilogramm der Jugend C, war mit dem Hauptstadt-Tross gleich länger dageblieben. "Wir übernachten aufgrund des langen Wochenendes gleich auf der Tabakstanne und genießen die gute Erzgebirgs-Luft", so Herzog.

Insgesamt 249 Akteure waren beim sechsstündigen Wettbewerb dabei, und unter den 33 angereisten Vereinen aus vier Nationen (Polen, Slowakei, Tschechien und Deutschland) gab es neben alten Bekannten auch neue Gesichter. So etwa die polnische Vertretung von Mazowsze Teresin, die mit 674 Kilometern Anreise auch gleich den Sonderpokal für den weitesten Weg ins Zwönitztal mitnehmen konnte.

Große Freude herrschte natürlich bei den Gastgebern, die sich nach Platz zwei im Vorjahr wieder ganz oben auf dem Podest einfanden. Eine besonders starke Leistung zeigte an diesem Tag die weibliche Schülerin Julie Drechsel, die im Limit bis 31 kg alle ihre vier Kontrahentinnen souverän bezwang und klar Gold gewann - obendrein gab es den Sonderpokal für die beste Kämpferin in dieser Altersklasse.

Vorjahressieger RSV Greiz musste dieses Mal auf die Ringerfamilie Suttner, im Vorjahr noch in Mannschaftsstärke vertreten, verzichten und landete auf dem achten Platz der Gesamtwertung.

Auch die Vereine aus der Region präsentierten sich prächtig, so etwa die Eichenkränze aus Lugau, mit 17 Teilnehmern am Ende auf Platz sechs in der Teamwertung. Leon Blachut, angetreten im am zweitstärksten Limit des ganzen Turniers bis 31 kg der Jugend D, setzte sich quasi im allerletzen der insgesamt 392 ausgetragenen Kämpfe durch. Man hatte ihm noch eine Pause zugestanden, nachdem insgesamt sieben Durchgänge in dieser Gewichtsklasse zu absolvieren waren und er erst kurz zuvor in der sechsten Runde gefordert war.

Die ausländischen Vertreter brachten ebenso teils starke Kontingente mit, Sokol Kladno aus Tschechien beispielsweise schaffte es nach Platz fünf in der Teamwertung dieses Mal auf den Bronzerang und hatte vor allem bei den Amazonen einige tschechische Nationalkader dabei. Hellas Brno stellte in Valerie Pragacova die beste Kämpferin in der weiblichen Jugend.

Nach den Wettbewerben und der 90-minütigen Siegerehrung, durchgeführt vom Bürgermeister der Stadt Thalheim (Nico Dittmann) und Sachsens Frauen-Ringkampfreferent Frank Graube, lief der Abbau der fünf Matten und der Technik zügig vonstatten und alle Teilnehmer konnten guter Dinge ihre Heimreise antreten.

Interview mit Tino Korb, Jugendwart beim RV Thalheim

Tino Korb ist seit mehr als einem Jahrzehnt der Jugendwart und treibende Kraft im Nachwuchsbereich der Drei-Tannen-Städter. Mit dem 49-jährigen in Auerbach wohnenden Vereinsidol, das sich nach einem langwierigen Infekt wieder auf dem aufsteigenden Ast zeigte, sprach Michael Thriemer.

MT: Herr Korb, Ihr Fazit der 14. Auflage des Turniers?

Tino Korb: Ich denke, wir können einmal mehr zufrieden sein. Der Ablauf war reibungslos, was vor allem den zahlreichen Helfern, Eltern und Unterstützern und nicht zuletzt den Kampfrichtern zu verdanken ist. Auch unsere Gäste äußerten sich durchweg positiv.

MT: Wie lief es aus Sicht der Thalheimer Gastgeber?

Korb: Man hat in einigen Altersklassen ein starkes Niveau - nicht nur zahlenmäßig - gesehen. Unsere Jungen und Mädchen konnten ausgezeichnet mithalten, manch einer hat aber auch seine Grenzen aufgezeigt bekommen - es gilt, sich weiter zu verbessern und es gibt noch viel zu tun

MT: Kommendes Jahr gibt es eine neue Auflage?

Korb: Davon ist ganz klar auszugehen, wir sind mittlerweile doch recht routiniert und die Zusammenarbeit mit dem Sportpark ist auch fruchtbar. Von daher steht der 15. Auflage im April 2018 nichts im Wege.

Beste Kämpferinnen/Kämpfer

weibliche Schüler: Julie Drechsel (RV Thalheim)
weibliche Jugend: Valerie Pragacova (TAK Hellas Brno, CZ)
Jugend E: Igor Kaczmarek (ZTA Zgierz, Polen)
Jugend D: Leon Blachut (RVE Lugau)
Jugend C: Bartlomiej Nowakowski (Mazowsze Teresin, Polen)

Weiteste Anreise: Mazowsze Teresin, Polen - 674 Kilometer-

Vereinswertung:

1. RV Thalheim 97 Punkte/28 Teilnehmer
2. SV Luftfahrt Ringen Berlin 58/10
3. TJ Sokol Kladno 54/15
4. SV Preußen Berlin 53/13
5. RC Chemnitz 44/11
6. RV Eichenkranz Lugau 42/17

Text: Michael Thriemer. Fotos: Susann Krebs (SK Fotografie), Silke Schneider
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