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Bericht 11. Kampftag: RV Thalheim – RC Germania Potsdam (03.11.18)

Kein Anzeichen eines Patzens

In der Ringer-Regionalliga hat der RV Thalheim das letzte Duell vor dem Spitzenkampf gegen Markneukirchen deutlich gewonnen. Beim 30:4-Erfolg gegen den RC Germania Potsdam ließ sich einmal mehr ein RVT-Routinier am lautesten feiern.

 
von Holger Hähnel
 
THALHEIM – Am elften Kampftag gab es bei den Drei-Tannen-Städtern kein Zeichen der Schwäche zu erkennen. Zwar fehlte Stammkader Kevin Mehlhorn (80 kg), doch diese Lücke konnte Trainer Steffen Richter durch einen aufgerückten Tobias Löffler und den starken Leon Racz aus der zweiten Mannschaft ohne Verluste schließen.

In Summe war die Überlegenheit der Gastgeber bei fast allen Vergleichen mehr als augenfällig. Da hatte der Vorkampf in der Landesliga sogar mehr an Spannung zu bieten, denn dort bezwang der RV Thalheim II die Bundesligareserve aus Greiz mit 15:13. Das ursprüngliche Ergebnis von 16:9 wurde nachträglich korrigiert, da Leon Racz auch in der ersten Mannschaft startete.
Wenn es also etwas an Dramatik mangelte, so gab es doch vor allem technische Leckerbissen auf der Matte zu sehen. Niclas Eichhorn (57 kg), der sein Debüt im Regionalliga-Team der Thalheimer gab, überzeugte gegen Eric Köhler mit einem 16:0 nach nur 73 Sekunden.

Ganz ohne Dramatik geht der Sieg gegen die Brandenburger dennoch nicht in Annalen ein. Deren ehemaliger Judoka Martin Hopf (130 kg) machte Radowsloaw Dublinowski das Leben so richtig schwer und führte bis kurz vor dem Ende mit 4:1. Doch "Radek" fasste sich ein Herz, überrumpelte den neun Jahre jüngeren Potsdamer mit einem Beingriff und erzielte so den laut gefeierten 5:4-Endstand, mit dem er sich auch gleich für die knappe Niederlage in der Hinrunde revanchierte.

Ihren besten brachten die Gäste im Limit bis 66 Kilogramm. Der Moldawier Radu Cataraga befand sich ständig im Vorwärtsgang und punktete Thalheims Routiniere Mario Koch innerhalb von nicht einmal zwei Minuten 18:0 aus. "Das war internationale Spitzenklasse. Man passt kurz nicht auf, schon findet man sich in der Luft wieder", gab der 40-Jährige Thalheimer die Überlegenheit seines Kontrahenten unumwunden zu. Diese vier Punkte im fünften Gefecht sollten aber gleichzeitig die ersten und letzten Mannschaftszähler der Germanen an diesem Abend sein.

Nach der Pause bestimmten ausschließlich die Hausherren das Geschehen, wobei Benjamin Opitz (86 kg) seine Zähler kampflos einstrich. Potsdam Trainer Ricardo Melz entschuldigte sicht ein wenig dafür. "Ich hätte Benni gern gegen unseren Abdurashid Ataev gesehen, aber der war heute leider verhindert", so der Dritte der Junioren-WM von 2007.

Beim RV Thalheim geht es nun bereits mit der ganzen Konzentration aufs Spitzenduell am kommenden Samstag in Markneukirchen. Für den Fanbus ins Vogtland (Abfahrt 16:30 Uhr ab Rathaus Thalheim) gibt es noch Tickets. Diese beinhalten auch die Eintrittskarte und können für 21 Euro telefonisch unter 0162 7388730 oder per E-Mail unter verein@ringen-thalheim.de geordert werden.

Einzelergebnisse (auch unter liga-db.de):

57/k: Eichhorn – Köhler 4:0 (TÜ)
61/f: Pohl – Schlosser 4:0 (TÜ)
66/k: Koch – Cataraga 0:4 (TÜ)
71/f: L. Kahnt – Golmohamaddi 4:0 (SS)
75/k: Racz – Militzer 3:0 (PS)
75/f: Dorniak – Wydmich 2:0 (PS)
80/k: Löffler – Scheel 4:0 (TÜ)
86/f: Opitz – unbesetzt 4:0 (KL)
98/k: Dadák – Siewert 4:0 (TÜ)
130/f: Dublinowski – Hopf 1:0 (PS)
 
Holger Hähnel, 04.11.2018. 
 


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