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Mitteldeutsche Meisterschaften weiblich in Apolda (24.02.18)

Thalheimerinnen erfüllen Soll über

Durchaus anspruchsvoll waren die Erwartungen von Thalheims Trainer Steffen Richter, der sich mit sieben seiner Ringkampf-Amazonen am vergangenen Samstag auf den Weg zu den Mitteldeutschen Meisterschaften weiblich nach Apolda machte. Am Ende standen nach einem langen Kampftag auf vier Matten ebenso viele Goldmedaillen zu Buche. Die Zahl Vier war zudem für den RVT-Rang in der Vereinswertung reserviert.


Einzelergebnisse: liga-db.de


Im schwersten Limit der weiblichen Jugend bis 73 Kilogramm hatte Lilly Schneider nur einen Gegnerin aus dem insgesamt sehr stark auftretenden polnischen Team, welches sich aus mehreren Vereinen des Nachbarlandes zusammen setzte. Diese konnte die Zwönitztalerin sicher auf Schultern bezwingen. Sie und ihre Vereinskameradin Laura Colditz (weibliche Jugend, 49 kg), die sich konzentriert und mit großem kämpferischen Engagement ebenfalls den obersten Podestplatz holte, treten in drei Wochen bei den Deutschen Meisterschaften der höheren Altersklasse "Juniorinnen" an, um weitere Wettkampfpraxis zu sammeln.

Den dritten Gold-Coup landete in dieser Altersklasse Cassidy Richter, die einige Kilogramm Gewicht abgespeckt hatte, um im Limit bis 37 Kilogramm anzutreten. Mit zwei Schultersiegen gegen Kontrahentinnen aus Wittenberge und Frankfurt (Oder) setzte die Trainertochter sich dort relativ souverän durch. Den vierten und letzten Streich markierte Julie Drechsel bei den weiblichen Schülern. Sie gewann alle ihre fünf Kämpfe ausnahmslos vorzeitig und erzielte sensationelle 28:1 technische Punkte.

Ein wenig Pech hatten zum Teil die anderen drei Thalheimerinnen. So musste Paula Haase (weibliche Schüler, 27 kg) mit großem Gewichtsnachteil antreten. Svea Föhre (Schüler, 46 kg), die noch nicht allzu lange auf der Matte steht, sammelte wertvolle Erfahrungen für ihre weitere Entwicklung und Sophie Krauß (weibliche Jugend, 53 kg) gehört noch immer zu den jüngeren ihrer Altersklasse und kam in einer sehr stark besetzten Gewichtsklasse, unter anderem mit weiteren drei polnischen Athletinnen sowie vom Kader-Stützpunkt Frankfurt/Oder, auf Rang sieben ein.

"Gerade Sophie hat jedoch keinesfalls enttäuscht, es herrschte fast durch die Bank ein sehr hohes sportliches Niveau", meinte RVT-Trainer Steffen Richter nach den Kämpfen.

In der Vereinswertung belegten die Zwönitztaler mit 24 Punkten den vierten Platz von sage und schreibe 51 angetretenen Vereinen. Der Sieg ging hier an den SV Luftfahrt Ringen aus Berlin (69 Punkte) vor dem Team Polen (51) und dem SV Preußen Berlin (27). Insgesamt waren 166 Teilnehmerinnen auf die Matten gegangen.

Der RV Eichenkranz Lugau belegte mit zwei Sportlerinnen den 16. Platz in der Gesamtwertung. Dabei gewann Leja Schüßler in der Altersklasse weibliche Schüler bis 20 Kilogramm nach einem Schultersieg über Larissa Gerlach (Zschopau) Gold. Bronze legte Jenny Blachut bei der weiblichen Jugend bis 61 Kilogramm nach. Sie verlor zum Auftakt nach Punkten gegen die spätere Finalistin Gerda Barth (FCE Aue), gewann jedoch im Anschluss drei folgende Duelle allesamt auf Schultern und wurde somit in einem starken Feld (9 Athletinnen) hochverdiente Drittplatzierte.

Text: Michael Thriemer, Fotos: Steffen Richter. 25.02.2018.
 

  

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