background
Bericht vom 10. Kampftag: RV Thalheim – RSV Rotation Greiz

Thüringer entführen beide Zähler aus dem Sportlerheim

Es bleibt dabei, dass der RV Thalheim seit seiner Rückkehr ins Ringer-Unterhaus nicht gegen den RSV Greiz gewinnen kann. Dieses Mal hieß es am Ende 13:15 – damit war es allerdings knapp wie noch nie.

 
von Michael Thriemer
 

THALHEIM – Auch der Auftakt zur Rückrunde der 2. Bundesliga, Staffel Nord, gab dasselbe Bild wie schon zuvor ab: In jedem der vier Duelle gab es knappste Resultate und spannende Kampfverläufe. So trennten sich beispielsweise RVT-Vorwochenbezwinger Lübtheen und der KFC Leipzig 10:10.

Nicht anders war es in der Drei-Tannen-Stadt, wo der RV Thalheim vor bestens gefüllten Rängen und wiederholt fünf Einzelsiegen die Matte als Verlierer verlassen musste. „Der Ausfall von Alexander Hast hat uns natürlich gewaltig ins Kontor geschlagen, auch wenn es trotzdem hätte reichen können“, zeigte Trainer Rüdiger Möhring das Dilemma auf. Der Freistil-Weltergewichtler hatte sich am Freitagabend beim Training in Thalheim verletzt. So schnell konnte keiner der gestandenen Akteure aus der zweiten Mannschaft wie Sven Zimmermann oder Holger Hähnel reagieren, um das Gewichtslimit zu schaffen. Nachwuchs-Mann Felix Krieglstein stellte sich in den Dienst der Mannschaft.

Doch der Reihe nach. Zur Halbzeit stand es 8:8 und es deutete sich bereits da der knappe Ausgang an. Beiderseits sammelten die Favoriten Zähler, so bei den Thalheimern Hristiyan Yordanov, der auch klassisch eine gute Figur im leichtesten Limit abgab, kampflos Marcel Böhme (130 kg, Freistil) und Alexander Grebensikov (66 kg, klassisch), der sich mit einer Klasse-Leistung bei seinem Trainingspartner Brian Tewes revanchierte und vollkommen zurecht die Matte als 1:0-Sieger verließ. Hinter den Erwartungen blieb der im 98er Limit eingesetzte Christian Engels, dem es nicht gelang, gegen Thomas Leffler Akzente zu setzen. Peter Haase (61 kg) blieb gegen den besten Freistiler der Liga, Vladimir Codreanu, chancenlos.

Entscheidend war im zweiten Abschnitt die Tatsache, dass den Zwönitztalern nur noch zwei statt der avisierten drei Erfolge gelangen. Doch zunächst wäre Benjamin Opitz (86 kg, Freistil) fast eine Sensation geglückt. Gegen den favorisierten polnischen EM-Dritten von 2010, Adam Sobieraj, drehte er einen 0:4-Rückstand mit bärenstarken Angriffen zum 4:4. Eine Wertung des Polen, quasi gleichzeitig mit Ertönen des Schlussgongs, verhinderte denkbar knapp die mögliche Überraschung. Dawid Takunow (66 kg, Freistil) erreichte sein Ziel  mit einem 4:3 gegen Landsmann Kisiel. Und Petr Novák (86 kg, klassisch) machte kurzen Prozess mit David Ignatius. Aber es reichte eben nicht ganz, weil Tobias Löffler (75 kg, klassisch), zunächst zurecht vom ausgezeichnet agierenden Kampfrichter Alexander Geck (SC Großostheim bei Aschaffenburg) verwarnt wurde und in der Folge seine Aktivitätsvorteile gegen Toni Stade aus der Hand gab.


Einzelresultate:

57 kg, k: Yordanov - Nürnberger 3:0 (PS)
61 kg, f: Haase - Codreanu 0:4 (TÜ)
66 kg, k: Grebensikov - Tewes 1:0 (PS)
66 kg, f: Takunow - Kisiel 1:0 (PS)
75 kg, k: Löffler - Stade 0:2 (PS)
75 kg, f: Krieglstein - Sartakov 0:4 (TÜ)
86 kg, k: Novák - Ignatius 4:0 (TÜ)
86 kg, f: Opitz - Sobieraj 0:1 (PS)
98 kg, k: Engels - Leffler 0:4 (DQ)
130 kg, f: Böhme - unbesetzt 4:0 (KL)


Hier geht's zum Bericht aus Greizer Sicht.

Text: Michael Thriemer (02.11.14), Fotos: SK Fotografie (Susann Krebs).
Galerie

Zurück