Regionalliga Mitteldeutschland – aktuell
Selten ist das Regionalliga-Derby zwischen den Ringern des RVT und des RVE so einseitig verlaufen wie am Samstagabend. Von Beginn an liefen die Gäste der Musik hinterher – und einer ihrer Akteure kassierte am Ende sogar Pfiffe. Im Vorkampf hatte bereits Thalheim II gegen Taucha klar mit 25:8 gewonnen.
Die Wettkampfgemeinschaft Pausa/Plauen ist für die Ringer des RV Thalheim in dieser Regionalligasaison eine Nummer zu groß. Nach der 9:13-Heimniederlage Anfang September verloren die Erzgebirger am Samstag auch den Rückkampf im Vogtland – diesmal hieß es am Ende 12:19. Eine Niederlage, mit der RV-Trainer Steffen Richter leben kann, wie er betont. „Alles in allem war das Ergebnis angesichts unserer personellen Besetzung so zu erwarten“, sagte der 59-Jährige. Just zum verspäteten Rückrundenstart seiner Mannschaft – in der Vorwoche hatten die Thalheimer frei – meldeten sich gleich mehrere Athleten ab, mit deren Einsatz der Coach eigentlich gerechnet hatte.
Steffen Richter, der Trainer des RV Thalheim, tanzte am Samstag quasi auf zwei Hochzeiten. Tagsüber war er noch beim Internationalen Brandenburg-Cup in Frankfurt (Oder) unterwegs. Dort hatten seine Schützlinge der U17 und der U23 zwei Bronze-Medaillen eingeheimst. Von Brandenburg aus ging es für den 59-Jährigen dann aber direkt ins Sportlerheim der Drei-Tannen-Stadt, wohin er es allerdings nicht ganz pünktlich bis zum Kampfbeginn schaffte und bis kurz vor der Pause von Mannschaftsleiter Falko Berthel vertreten wurde. Dort sah er allerdings fast nur noch Siege seiner Mannschaft gegen die Nordthüringer vom AC Artern.
Der Schreck war den Verantwortlichen des RV Thalheim ordentlich in die Glieder gefahren. Gestützt von Trainer und Teamkollegen hatte ihr Superschwergewichtler Karl Marbach vor Wochenfrist die Matte verlassen müssen, nachdem er sich in Lugau im Duell mit Ondrej Dadak den großen Zeh ausgekugelt hatte. Doch der Neuzugang des Regionalligisten ist offenbar hart im Nehmen. Am Samstag später stand der gebürtige Greifswalder am Samstag gegen Schlusslicht Hannover jedenfalls wieder auf der Matte. Im Vorkampf der Oberliga hatte Thalheim II gegen Greiz II mit 12:23 das Nachsehen gehabt.
Souverän mit 20:11 haben die Regionalligaringer des RV Thalheim am Samstagabend ihr Derby beim RV Eichenkranz Lugau gewonnen. Der Sieg beim Rivalen, der erste seit längerer Zeit, war allerdings teuer erkauft. In der vergangenen Saison hatten die Thalheimer beide Duelle gegen den Rivalen verloren. Und auch diesmal sah es zu Beginn gut für die Gastgeber aus. Am Ende aber ein klares Ding für den RVT. Zeitgleich gelang der zweiten Mannschaft der Zwönitztaler in Taucha ein 15:15-Unentschieden.
Große Sorgenfalten sah man letzte Woche auf der Stirn von Thalheims Trainer Steffen Richter. Erst hatte sich am Montag John-Luca Koch krankgemeldet, ehe später noch Punktegarant Michal Zelenka wegen einer Grippe ausfiel. „Da war die Frage, wie wir umstellen, denn es gab mehrere Optionen“, so der 59-Jährige. Letztendlich rückte Adam Bienkowski (61 kg) ins Aufgebot und Florian Otto aus der zweiten Mannschaft erhielt seine Chance im 80-kg-Limit. Doch es reichte gegen die WKG Pausa/Plauen nicht, weil ganz viele kleine Wimpernschläge zu Ungunsten des RV Thalheim ausfielen.
Am Ende sah man nur zufriedene Gesichter: Die Hausherren aus der Drei-Tannen-Stadt bejubelten ihren Derbysieg, während die Gäste aus dem Lößnitztal ihrerseits den Mut zum Aufstieg der Bundesliga-Reserve in die höhere Klasse bestätigt sahen. „Unsere Jungs haben durchweg gezeigt, dass sie in der Regionalliga mithalten können“, freute sich FCE-Trainer Jürgen Becher.
Mit KARL MARBACH kommt ein alter Bekannter zurück ins Zwönitztal. In der kurzen Corona-Saison 2020/21 ging der Schwergewichtler bereits für unser Team auf die Matte. Danach suchte er die sportliche Herausforderung und kämpfte vier Jahre beim AC Lichtenfels in der 1. Bundesliga. Als zweite Neuverpflichtung möchten wir OLEG BARTEL (AC Taucha) vorstellen.
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Der KSV Pausa richtete am 17. Mai 2025 die offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer im griechisch-römischen sowie im freien Stil aus. Auf drei Matten rangen 134 Sportler aus 40 Vereinen um die begehrten Titel des Mitteldeutschen Meisters. Für den RV Thalheim ging mit Rafael Bohn nur ein Teilnehmer an den Start. Doch der schaffte es ganz nach oben.
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